Wohin mit dem Haus beim Ehe-Aus?
23.07.2018

Wohin mit dem Haus beim Ehe-Aus?

In Deutschland werden jährlich 163.000 Ehen geschieden. In Nordrhein-Westfalen, dem bevölkerungsreichsten Bundesland, sind es etwa 38.000.1

Ehescheidungen bedeuten nicht nur Verletzungen, persönlichen Schmerz und emotionale Belastung. Bei einer Trennung ist in der Regel eine Fülle materieller Fragen zu klären, vom Unterhalt über den Rentenausgleich bis hin zur Aufteilung des gemeinsamen Besitzes.

Bei 45 Prozent der Scheidungen geht es auch ums Wohneigentum

Das Scheidungsalter in Deutschland liegt – statistisch – bei Männern wie Frauen zwischen dem 40. und dem 50. Lebensjahr. Eine eigene Immobilie ist oftmals der wertvollste Besitz, den sich ein Ehepaar im Laufe der Jahre erarbeitet hat. Die Wohneigentumsquote liegt in Deutschland bei 45 Prozent, somit kann angenommen werden, dass in fast der Hälfte der Scheidungsfälle auch darüber entschieden werden muss, wie mit dem gemeinsamen Immobilienbesitz umzugehen ist.

Hier entsteht oft ein großes Problem, denn ein Haus oder eine Wohnung kann man schließlich nicht einfach zweiteilen. Wir gehen der Frage nach, was in diesem Fall am besten zu tun ist.

Scheidung – was wird aus dem gemeinsamen Immobilienbesitz?

In nahezu 50 Prozent der Scheidungsfälle in Deutschland ist gemeinsamer Immobilienbesitz – ob Haus oder Wohnung – im Spiel. Die künftigen Ex-Partner müssen sich damit auseinandersetzen, was mit dem gemeinsamen Eigentum geschieht: Welche praktischen und rechtlichen Möglichkeiten bieten sich? Was ist zu raten, wenn beispielsweise gemeinsam entschieden wird, die Immobilie zu verkaufen?

Wohin mit dem Haus beim Ehe-Aus?

Lassen Sie die Vergangenheit hinter sich


Oftmals die einfachste Lösung: Verkauf der Immobilie

„Eine Scheidung kennt nur Verlierer“ lautet ein gängiges Urteil. Dies mag so zutreffen, doch kann eine faire und geordnete Abwicklung der materiellen Fragen, die eine Trennung aufwirft, die Folgen der Scheidung für beide Seiten zumindest abfedern. Über Unterhalt und Rentenausgleich entscheidet im Konfliktfall meist das Familiengericht. Die Aufteilung des gemeinsamen Vermögens hingegen – sofern eine Gütergemeinschaft besteht – ist in der Praxis häufig beim Immobilienbesitz problematisch.

Zum einen stellt die Wohnung oder das gemeinsame Haus vielfach einen besonders hohen Vermögenswert dar. Zum anderen kann die Immobilie eben nicht einfach aufgeteilt werden wie beispielsweise die Möbel oder Barvermögen. Da bietet es sich in vielen Fällen an, die Wohnung oder das Haus einvernehmlich zu verkaufen und den Erlös aufzuteilen. Wichtig: Beide Ehepartner müssen bei der Scheidung dem Verkauf zustimmen!

Was sind die Vorteile des Verkaufs im Scheidungsfall?

Eine solche Entscheidung ist dazu geeignet, die materielle Abwicklung der Trennung zu vereinfachen. Zudem kann sie dazu verhelfen, Streitigkeiten zwischen den Ehepartnern zu vermeiden oder zumindest zu vermindern.

Wenn vereinbart wird, die Immobilie auf einen der beiden Ehepartner zu übertragen, ist eine Entschädigung als Ausgleich fällig. Meist gehen die Meinungen über den Wert der Immobilie auseinander – ein weiterer Streitpunkt. In der Regel müssen Gutachter bestellt (und bezahlt) werden, um den aktuellen Marktwert zu ermitteln. Diese Konfliktpunkte und Erschwernisse treten durch den Verkauf zu einem abgestimmten Preis gar nicht erst in Erscheinung.

Eine ganz praktische Folge des Verkaufs der Immobilie: Hypotheken oder andere Belastungen, die beim Erwerb des gemeinsamen Besitzes aufgenommen wurden, können sofort abgelöst werden. Die Schulden beider Beteiligten, welche durch den Kauf der Wohnung oder des Hauses entstanden sind, werden getilgt – ein Streitfall weniger.

Die „Scheidungsimmobilie“ wird verkauft – aber wie?

Ist einmal Einigung über den Verkauf der Immobilie hergestellt, gilt es, den Verkauf so vorzubereiten, dass größtmöglicher Nutzen und Ertrag für die Beteiligten erzielt wird. Am günstigsten ist die Anbahnung des Verkaufs, sofern möglich, schon vor der Scheidung. Das erleichtert zum einen die finanziellen Abwicklungen nach dem Spruch des Scheidungsrichters. Und andererseits leidet durch einen möglichst frühen Termin der Verkaufspreis nicht: Wenn bekannt ist, dass eine Scheidung ansteht, drücken die Interessenten gern den Preis, weil sie wissen, dass die Verkäufer unter Zeitdruck stehen.

Der Verkaufsprozess: individuelle und diskrete Abwicklung

Um auch die letztgenannten Klippen im eigentlichen Verkaufsprozess möglichst schadlos zu umschiffen, empfiehlt sich eine individuelle und weitgehend diskrete Abwicklung. Im Idealfall wird nicht einmal das persönliche, soziale und berufliche Umfeld der Ehepartner erfahren, dass der Immobilienverkauf bevorsteht.

Je nach Marktlage und lokalen oder regionalen Gegebenheiten kann die Immobilie in aller Diskretion an potentielle Käufer vermittelt werden. Der Verzicht auf aufmerksamkeitsstarke Anzeigen und Online-Präsenz des Angebots vergrößert hier deutlich die Chancen, den bestmöglichen Preis zu erzielen.

Für alle Formen der Vermarktung mit professioneller Unterstützung gilt übrigens: Es entstehen keine zusätzlichen Kosten, weil der Makler seine Dienstleistung dem Käufer in Rechnung stellt!

Wir von Kaiser Real Estate sind darauf spezialisiert, Immobilien diskret und lautlos zu vermarkten und so den Wert der Immobilie zu erhalten. Wenn Sie persönlich gerade mit dem Thema Scheidung und Gütertrennung bezüglich einer Immobilie beschäftigt sind, können Sie auf unsere Unterstützung zählen. Rufen Sie uns an, wenn Sie Interesse an einem unverbindlichen Gespräch und an einer kostenlosen Werteinschätzung Ihrer Immobilie haben. Wir helfen Ihnen gerne!
1 Quelle: Statistisches Bundesamt/destatis für das Jahr 2015

Maik Willmes
Geschäftsführer Kaiser Real Estate

Wohin mit dem Haus beim Ehe-Aus?

Sind Sie interessiert am Verkauf einer Scheidungsimmobilie? Dann rufen Sie mich an, ich berate Sie gerne!

Tel.: 0211-688709-11
Mobil: 0172-3275799

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Scheidung

Gemeinsamer Besitz

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Gütergemeinschaft

Rechtsstreitigkeiten